Bericht: 27.12.2013

Eine lauwarme Winternacht im Dezember

Ort: Hocheck bei Bad Feilnbach, 860m
Datum: Freitag 27.12.2013 23:30 bis 2:00 Uhr
Wetter: klar, seeing gut, Temp. ca. +5° bei 40% rF
Grenzgröße: ca. 6,0
Ausrüstung: 8 Zoll Dobson
Kommentare: alleine

Objekte: Orionnebel, Andromedanebel, NGC 891 (Gx, And), NGC 1624/sh2-212 (H-II, Per), Abell 21 (PN, Gem), NGC 2392 (PN, Gem), NGC 2418 (Gx, Gem), Jupiter
Es ist wieder eine klare Nacht, der Himmel ziemlich transparent und die Temperaturen bei +5° weiterhin angenehm. Das Hygrometer zeigt 40% rF, das ist gut! Ich schließe dort an wo ich am Montag aufgehört hatte. Zuallererst nehme ich mir ein wenig Zeit um die Andromedagalaxie M 31 zu beobachten, bevor diese zu tief sinkt und durch den Lichtkegel der ca. 50 Km entfernten Stadt München gestört wird. M31 zeigt sich wie üblich sehr hell und überspannt das Übersichtsokular bei weitem. Die beiden dunklen Dunkelbänder sind einfach zu erkennen. Ihre beide Begleitgalaxien M 32 und M 110 sind zwei helle Erscheinungen unterhalb und oberhalb der Galaxie. Ein wenig weiter wage ich einen Blick an NGC 891, eine Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda.

NGC 891, Gx, And, Seite 26 rechts
Im Übersichtsokular leicht zu erkennen, wenn auch etwas lichtschwach. Bei V=133 (9mm, AP=1,5mm) ist das dunkler Band sehr schwach im Zentrum der Galaxie zu erkennen. Insgesamt wirkt die Galaxie etwas durchsichtig, fast wie ein Geisterbild. Ein heller Feldstern überlagert nördlich die Galaxie.

NGC 1624 / sh2-212, EN , Seite 25 rechts
Ein kleiner heller Nebel im Sternbild Perseus sehr gut zu erkennen mit einem [OIII]-Filter.
Im inneren des Nebels sind eine handvoll kleiner Sterne zu sehen. Siehe beigefügte Zeichnung:



Abell 21, „Medusa Nebel“, PN, Gem, Seite 48 links
An der östlichen Ecke des Sternbilds Zwillinge (Gem) ist ein großer aber lichtschwacher PN zu finden. Mit dem Atlas sehr leicht zu finden. Im Überichtsokular ist aber ohne [OIII]-Filter rein gar nichts zu erkennen. Sobald der [OIII]-Filter angeschraubt ist, zeigt sich mit der Form eines Halbmond ein dunkelgrauer Nebel mit drei Verdichtungen. Zwei an seinen äußeren Seiten und eine lichtschwache Aufhellung -kaum wahrnehmbar- ist im inneren zu erkennen.
Siehe beigefügte Zeichnung:




NGC 2392, „Eskimonebel“, Gem, Seite 48 links
ca. 7° nördlich von Abell 21 ist der Eskimonebel zu finden. Sehr hell, rund und mit einen gleissend hellen Zentralstern. Ich vergrößere bis V=342 und erkenne die zwei Schalenstruktur des Nebels.

NGC 2418 / Arp 165, Gx, Gem, Seite 48 links
östlich des Eskimonebel ist diese „gestörte“ Galaxie zu finden. Im Okular und mit T=200/1200 ist lediglich eine Bohnen ähnliche, strukturlose und lichtschwache Erscheinung zu sehen. Einen Eindruck erhält man mit dieser Zeichnung:




NGC 1999, „Schlüsselloch Nebel“, EN, Ori, Seite 61 links
Mit dem 6mm Okular (V=200, AP=1mm) ist das Schlüsselloch als kleine gebogene Verdunkelung um den hellen Nebel zu erkennen.

Gegen zwei Uhr  morgens ist bei mir die Luft raus. Ich beobachte ein Paar helle prominente Objekte des Winterhimmels wie den Orionnebel und die diversen offenen Sternhaufen des Messierkatalogs im Sternbild Fuhrmann und Zwillinge. Beim einpacken sind es immer noch angenehme +5° und 40% rF, anders als daheim dort sind es -3° und es ist unangenehm feucht.

Fenster schließen