Bericht: 23.06.2012

Deepsky in den bay. Voralpen

Ort: bay. Voralpen bei 1200m
Datum: Samstag 23.06.2012, 23:00 bis 3:00
Wetter: klar, Temp. 13°Cels., rF ca. 70%, später 90% bei 11° Cels.
fst +6m,5
Seeing: meistens 3 auf der Kafalis-Skala
Ausrüstung: 16 Zoll Dobson,
Kommentare: Uwe mit 27 Zoll dabei

Eine Zeitrafferaufnahme der Nacht findet man hier (MOV, ca. 80 MB, 37 sek.)
Objekte der Nacht: Arp299 (Gx, Uma), NGC 5529 (Gx, Boo), UGC 10288 (Gx, Ser), NGC 6369 (PN, Oph), IC 4732, NGC 7331, Stephan's Quintett inkl. 6. Komp., NGC 6888, M15, M31
Eine Wolkenlücke im Landkreis Miesbach erlaubt uns eine nahezu ungetrübte Beobachtungsnacht auf 1200m. Erstes Objekt der Nacht ist das wechselwirkende Paar NGC 3690 A/B auch bekannt als Arp 299.



Arp299, NGC3690 A/B, wechselwirkendes Galaxienpaar im Sternbild UMa
Bereits im Übersichtsokular ist das Paar einfach als ovaler Nebelelfleck zu erkennen. Bei V=200 ist das Paar einfach zu trennen, wobei die Galaxie im Westen etwas größer und lichtstärler erscheint. Das helle Zentrum ist durch einen diffusen ovalen Nebel umgeben. Östlich zeigt sich deutlich kleiner und etwas lichtschwächer die zweite Galaxie. Das Zentrum tzeigt sich ein wenig lichtschwächer und etwas unruhiger als bei ihrem größeren Nachbar. Bei V=360 (AP=1,1mm) wirkt das Paar immer noch hell.



NGC 5529 mit Begleiter PGC 50952, Gx, Boo
Bei dieser Lichtnadel wollte ich nachsehen, ob ich den Begleiter PGC 50952 an der südlichen spitze erkennen kann. Bei V=257 und einer AP=1,5mm kann ich den Begleiter mehrmals als rundlicher lichtschwacher dunkelgrauer Nebelfleck aufblitzen sehen.

UGC 10288, Gx im Sternbild Bootes
Als lichtschwache Lichtnadel bei V=200-257 indirekt sicher zu sehen.

NGC6369, PN, Oph
Bereits im Übersichtsokular (V=90, AP=4,4mm) als zarter runder Nebelring zu erkennen. Der PN läßt sich Problemlos hoch vergrößern und zeigt im OIII-Filter eine deutliche rundliche Ringstruktur, im NW wirkt der Ring sehr deutlich, hell und kontrastreich. Im Norden kann ich sicher zwei Aufhellungen bzw. Knoten erkennen, wobei einer der Knoten nahezu stellar wirkt. Ich konnte den 15m hellen Zentralstern nicht sehen.



IC 4732, PN, Oph,
sehr klein, nahezu stellar und relativ hell. Mit Hilfe eines [OIII]-Filters und einen vergleichbar ähnlichen hellen Feldstern im Geischtsfeld, lässt sich der PN einfach bestätigen. Als sinnvoll erweist sich eine Vergrößerung von V=514 mit [OIII]-Filter und einer AP=0,7mm.

Bei Abell 2151 (NGC 6050 ecc.) im Sternbild Hercules komme ich nicht wirklich weiter. Meine selbsterstellte Karte ist zu genau. Entweder zu wenig Sterne oder es fehlen Galaxien. Der Maßstab ist zudem auch noch zu klein. Schade.

NGC 7331, Gx, PEG
Auf dem Weg zu Hickson92 beobachte ich diese helle Galaxie. Bei V=200 springen einem gleich die vier hellen Begleiter östlich der Galaxie ins Auge.

Stephan’s Quintett, Hickson92, Galaxiencluster im Sternbild Pegasus
Um zwei Uhr morgens steht ein Teil des Sternbild PEG recht günstig am Himmel. Bei V=200-360 kann ich alle fünf Begleiter sicher erkennen und trennen. Die sechste (!) lichtschwache Komponente, NGC 7320C, läßt sich zeitweise indirekt Blicken.

Zum Ausklang der Beobachtungsnacht wird noch M15, NGC 6888 (Crescent Nebel)  und die Andromeda Galaxie beobachtet. Um 3 Uhr morgens packen wir bei +11° Cels. und eine rF von nunmehr 90% ein.







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