Bericht: 24.09.2011

12 Zoll in den bay. Voralpen

Ort: bay. Voralpen, 1200 Höhenmeter
Datum: Samstag 24.09.2011 von 21.30 Uhr bis ca. 3:30
Wetter: klar, windstill
Temp. ca. +10° Cels. und 70% rF
Ausrüstung: 12“ Zoll Reisedobson
Okulare: 26, 13, 9, 7 und 5mm und eine Televue Barlow x2
Kommentare: Christian 12 Zoll Reiseteleskop, Friedl 16 Zoll Dobson

Objekte: Jones 1 (PN), Cirrusnebel (SNR), Crescentnebel (WRN), Abell 2 (PN), NGC51/49/48 (Gx), IC10 (Gx), NGC100 (Gx), NGC136 (OC), NGC225 (OC), NGC381 (OC), NGC436 (OC), NGC637 (OC), NGC 559 (OC)


Jones1, PN, Pegasus, mag 15,1/18,5
Im 26mm und 20mm Okular und OIII-Lumicon Filter ist der PN bereits sehr deutlich zu sehen. Die beiden hellen Flanken nördlich und südlich sind sehr deutlich abgegrenzt zu sehen. Bei dunklen Himmel kann der Nebel ein sehr schönes und lohnendes Objekt für 12 Zoll Öffnung sein.

Da der Filter im 26mm Okular noch angeschraubt war, wurde noch schnell der Cirrusnebel und der Crescentnebel ins Visier genommen. Beide Nebel sehr kontrastreich und knackscharf. Es herrschen recht gute Bedingungen, das macht Laune!

Abell 2, PN, Cassiopeia, mag 16,3/14,6
Im 20mm Okular und und OIII-Filter blinkt immer wieder direkt ein runder Nebelfleck auf. Eine höhere Vergrößerung dunkelt das Objekt zu sehr ab und es sind keine weiteren Details zu erkennen.

NGC 51 / 49 / 48, Triplett von Galaxien im Sternbild AND
Im 13er Okular zeigt sich nur ein schwacher Nebelfleck. Mit zunehmender Vergrößerung (hier 9 bis 7mm Okular) sind die einzelnen Komponenten trennbar. Trotz guter Bedingungen habe ich ein wenig Schwierigkeiten die drei Galaxien aufzulösen.

Es ist mittlerweile 23:45 und meine kleine Wetterstation zeigt angenehme 9° und 81% rF an.

IC10, Gx, Cassiopeia, mag 13,6
IC10 ist eine kleine irreg. Zwerggalaxie und wahrscheinlich ein Mitglied der „lokalen Gruppe“ zu der u.a. unsere Milchstrasse, M31 und M33 gehören. Im Okular zeigt sich ein kleiner runder Nebelfleck. Der Nebel wirkt im 20mm Okular sehr diffus und beherbergt eine stellare Aufhellung (Feldstrern?). Bei höherer Vergrößerung (hier 7mm Okular) verliert die Gx nicht viel an Leuchtkraft im Okular. Die Gx wirkt dabei großflächig und weiterhin sehr diffus. Es ist kein echtes Zentrum auszumachen.

NGC 100, Gx, Pisces, mag 14,6/15,7
Aus Neugier diese schwache superthin Galaxie mit einem Achsenverhältnis von 9:1 im 12er eingestellt und war erstaunt, dass im 20mm Okular die Galaxie bereits aufblitzt. Im 13 und 9 mm Okular ist die Galaxie mit indirekten Sehen problemlos als langer Strich im Weltall zu erkennen.

Nach sovielem schwachem Zeug habe ich mich an einigen Offenen Sternhaufen im Sternbild Cassiopeia umgeschaut wie NGC136, NGC225, NGC381, NGC436, NGC637 und NGC 559. Um halb vier war s dann auch für mich Zeit nach Hause zu fahren. Die Temperatur war interessanterweise auf 12° gestiegen und die rF auf 72% gesunken. Das fühlte sich gut an. Zusammenfassend war es eine lohnenswerte Beobachtungsnacht.

(Die Helligkeitsdaten der o.g. Objekten sind von messier45.com entnommen)



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