Bericht: 30.08.2011

Zu Besuch bei Hajü auf der Edelweißspitze mit 16 Zoll

Ort: Edelweißspitze 2571 Höhenmeter
Datum: Dienstag 30.08.2011  von 22 Uhr bis ca. 2:30
Wetter: teilweise windig, teilw. wolkig
Temp. ca. +4° Cels. und 80% rF
Ausrüstung: 16“ Zoll Dobson
Okulare: 26, 13, 9, 7 und 5mm und eine Televue Barlow x2
Kommentare: Hajü & Family mit 16 Zoll, Thomas und Maurits mit 80mm Spektiv und  zwei Astrofotografen aus Göttingen

Objekte: Komet C/2009 P1 Garradd, M13, Ringnebel, Hantelnebel, M31 und Begleiter, h&chi, N7814 (Gx), Stephan’s Quintett inkl. 6. Komponente N7320C, NGC100, NGC7253A/B
Wie bereits von Hajü wunderschön beschrieben hatte ich die Gelegenheit zusammen mit Ihm und seiner Frau Gitti eine Beobachtungsnacht auf der Edelweißspitze zu verbringen. Die Voraussetzungen in dieser Nacht waren nicht die besten. Am Nachmittag hatte es geregnet und dicke Wolkenpakete hingen über unsere Köpfe. Im Süden zogen immer wieder gewittrige Wolken vorbei. Zum Abend hin gaben diese auch ein spektakuläres Wetterleuchten her. Dennoch wurde unser Optimismus belohnt. Ab 21 Uhr wurde es zunehmend klarer. Die Wolkenlücken wurden immer größer und ab 22 Uhr konnte man relativ ungehindert beobachten.


Wetterleuchten bei Dämmerung

Es ist immer wieder ein Spektakel helle Objekte wie der Ringnebel, Hantelnebel, M13, Crescentnebel oder Cirrusnebel unter einen exzellenten Nachhimmel wie man ihn auf der Edelweißspitze antrifft zu beobachten. Diese Objekte wirkten deutlich kontrastreicher und erstrahlten regelrecht im Okular. Ich verbrachte viel Zeit alte bekannte Objekte zu beobachten. Wir nahmen uns auch Zeit interessierte Mitbeobachter die Glanzstücke des Sommerhimmels zu zeigen. Als persönlicher Highlight in dieser Nach waren für mich u.a.

-der Schweif des Kometen Garradd, welches ich so deutlich noch nicht gesehen hatte,
-die Supernova SN2011fe in M101 die in einem 80mm  Spektiv aufblitzte,
-die „Ohrwatschln“ im Hantelnebel M57
-das dritte Staubband  in der Andromedagalaxie M31,
-Stephan’s Quintett mit der sechsten Komponente NGC7320C,
-das Staubband in NGC7814, eine Galaxie im Sternbild Pegasus,
-NGC100, eine superthin Galaxie im Sternbild Psc -siehe hierzu auch die beigefügte Zeichnung
-die visuelle Trennung von NGC7253A und B -siehe hierzu auch die beigefügte Zeichnung




Gegen 2 Uhr morgens zogen Wolkenschleier auf. Die Milchstrasse schimmerte noch durch und wir hoffen es wäre nur ein vorübergehendes Phänomen. Ein unangenehmer Wind aus südosten war auch noch dazu gekommen. Nach einer halben Stunde warten beendeten wir unsere Beobachtungsnacht. Das Seeing war über die komplette Nacht nicht berauschend gewesen. Teilweise blähten sich die Sterne im Okular zu richtigen plops auf. Es gab sie aber diese Momente in der Nacht, indem für kurze Zeit die Luft stillstand und das Objekt im Okular knackscharf wirkte. Nur leider war das passende Objekt nicht im Okular! Trotzdem war es eine klasse Beobachtungsnacht unter grandioser Bergkulisse, mit einem spektakulären Wetterleuchten und in super Gesellschaft. Vielen Dank an dieser Stelle an Hajü und Gitti für euer kommen. Ich bin mir sicher dass es euch genauso gut gefallen hat wie mir!



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