Bericht: 27.08.2011

Mit 16 Zoll in den bay. Voralpen

Ort: bay. Voralpen, ca. 1200 Höhenmeter
Datum: Samstag 27.08.2011  ab 22 Uhr
Wetter: windstill, gelegentlich leicht bewölkt
Temp. ca. +5° Cels. und 84% rF
Ausrüstung: 16“ Zoll Dobson
Okulare: 26, 13, 9, 7 und 5mm und eine Televue Barlow x2
Kommentare: Manuel mit 12,5 Zoll und Christian mit 12 Zoll dabei

Objekte: Komet Garrad, M71, IC1296 (Gx), NGC281 Pacmannebel, NGC7635 Bubblenebel, M52 (OC) , Cz43 (OC), NGC7538 (GN), Abell 2 (PN), Jones1 (PN), NGC891 (Gx), IC5146 Cocoonnebel, NGC1499 Californianebel, Abell 426 Perseus Galaxiencluster
Am Samstag den 27.08. ergab sich wieder eine gute Beobachtungsnacht. Mit einer Temperatur von +5° war es schon deutlich kühler als die Tage zuvor (+20° Cels.!) und mit einer rF von 84% nicht gerade trocken. Mit Christian und Manuel Vorort war ich in guter Gesellschaft. Gelegentliche Wolkenfelder trübten ein wenig die  guten Beobachtungsbedingungen.



Der Komet C/2009 P1 Garradd sollte den Anfang machen. Leider hatte der Komet den Kugelsternhaufen M71 bereits über mehrere Grad deutlich überholt. Schade, denn ich hätte gerne die Konjunktion beobachtet..

Die zweite Beobachtung verlief leider auch negativ. Die Galaxie IC1296 (1,1’x 0,9’, mag 15,4 und FH 15,1) in der nähe des Ringnebels konnte ich trotz genauer Aufsuchkarte und 16 Zoll Öffnung nicht sehen! Entweder zeigt sich das Objekt deutlich stellar und ich habe dadurch die Galaxie als solche übersehen, oder die Bedingungen waren suboptimal. Immerhin zogen immer wieder Wolken durch. Es kann aber auch am Beobachter gelegen haben!

NGC281 Pacmannebel
Im 20mm Okular und UHC-Filter (Lumicon) eine echte Augenweide. Der Anblick im Okular kommt einer POSS-Aufnahme schon sehr nahe! In den vergangen Tagen war der Nebel im 8 Zoll Gerät schon deutlich zu sehen. Im 16 Zoll Gerät war der Nebel fast ein Leuchtturm!

NGC7635 Bubblenebel
Im 13mm Okular und OIII Filter zeigt sich ein sehr kleiner und schwacher Nebel als Sichel. Im Übersichtsokular bzw. bei schwacher Vergrößerung besteht die Gefahr dass man den Nebel übersieht. Beim Aufsuchen sollte man Vorsicht walten lassen, damit der Bubblenebel nicht mit dem weiter westlich gelegenen Nebel NGC7538 verwechselt wird.

M52 und Cz 43
Auf der Suche nach dem Bubblenebel stößt man unausweichlich auf den offenen Sternhaufen M52.  Wenige Bogenminuten südöstlich von M52 ist ein weiterer Sternhaufen zu sehen, man könnte meinen dieser gehört noch zu M52. Allerdings hat dieser Sternhaufen einen eigenen Katalognamen und hört auf den Namen Czernik 43.

NGC 7538, GN
Etwas mehr als ein Grad westlich von M52 erkennt man bereits im Übersichtsokular einen weiteren Nebel mit dem Katalognamen  NGC7538. N7538 zeigt sich etwas größer und heller als der Bubblenebel N7635. N7538 ist als ein heller ovaler Nebel mit zwei Sterne zu erkennen. Ein Filter, UHC oder OIII, steigert hier noch mal den Kontrast. Es lohnt sich den Nebel auch mit mittelhoher Vergrößerung zu beobachten. Den besten visuellen Eindruck hatte ich im 13 und 9 mm Okular und mit Filter. 

Abell 2
Erstaunlich einfach war die Beobachtung von Abell 2 (33“ x 29“, mag 16,3, FH 14,6) im Sternbild CAS. Im 9mm Okular (V=200, AP=2 mm, wGF ca. 0,40°) und mit OIII-Filter zeigt sich ein flächiger runder Nebelfleck.

Jones1
Da der OIII-Filter bereits ausgepackt war, habe ich noch kurz  den PN Jones1 mit 20mm und 13mm Okular und OIII-Filter beobachtet. OIII-Filter ist hier Pflicht, sonst sieht man hier rein gar nichts.

NGC891
Die prominente Galaxie im Sternbild AND stand günstig hoch am Himmel, sodass hier das Staubband durch die Bank von 20mm Okular bis runter zum 7mm (V= 257, AP=1,56mm) Okular zu sehen war.

IC 5146 Cocoonnebel
Im 16 Zoll Gerät konnte ich den Nebel im 26mm Okular mit UHC Filter (Lumicon) sehr deutlich sehen. Interessanterweise lässt sich der Nebel auch mit Hß-Filter (Astronomik) ganz gut beobachten. Sollte man ausprobieren.

NGC1499 Californianebel
Da der  Hß-Filter noch am 26mm Okular angeschraubt war, wollte ich noch einen kurzen Blick auf NGC1499 werfen. Der Nebel war riesig und mit deutlichen Aufhellungen und Verdichtungen an seinem Rand. Ein beeindruckendes visuelles Schauspiel!

Abell 426 Perseus-Galaxienhaufen
Als Finale kam der Galaxienhaufen im Perseus. Hier waren im 9mm Okular (V=200, AP=2,0mm, wGF 0,40°) zahlreiche Galaxien zu beobachten. Leider hatte ich nicht mehr die notwendige Konzentration und Muße die Galaxien mit ihren Katalognummern zu identifizieren.

Alles im allem eine hervorragende Nacht in guter Gesellschaft.




ca. 1000 sek. Belichtung bei ISO 100 und 28mm Brennweite

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