Bericht vom 19.07.2009

Sonntag 19.07.2009

Ort: Hundham, Oberbayern (ca. 800 Höhenmeter)
Zeit: 23 Uhr bis 0:30 Uhr
Gerät: 12 Zoll Reisedobson von HI (300/1500) Okulare: 20, 13 mm
Grenzgröße: ca. > 6,0 mag, SQM-L um 23.30 Uhr ca. 21,3 mag/sas
Besonderheiten: ab ca. 0 Uhr war der Sternhimmel dicht von Wolken
Sternkarte: DSRA

Objekte: Komet C/2006 W3 (Christensen), M6, M7, Andromedanebel mit Begleitgalaxien
Um ca. 21.30 Uhr habe ich mich auf dem Weg ins freie Feld gemacht. Himmel war zwar leicht bewölkt, aber die Wetterprognose verhieß gutes, was sich nachträglich aber als Irrtum erwies, zumindest was den Alpenrand anging. Beim justieren des Gerätes fiel mir überraschend auf, dass die Batterie des Leuchtpunktsucher alle war. Hier wäre jetzt die Beobachtungsnacht zuende gewesen...aber ich hatte Ersatz dabei. Um ca. 22.30 war am Platz alles fertig aufgebaut. Die Dämmerung war schon fortgeschritten, das Sternbild Skorpion zeigte sich riesig im südöstlichen Himmel und das Sternbild Schütze war vollständig zu sehen. Wow!
 Mit dabei hatte ich auch einen ganzen Sack voller Objekte zum beobachten. Diesesmal wollte ich mir soviel wie möglich im Sternbild Schütze und Umgebung anschauen. Um ca. 23 Uhr war bereits die Milchstraße zu erahnen und tief im Süden blitzten mit freien Auge schon die ersten Messier-Objekte auf. 

Butterfly Cluster
Als erstes direkt mal ohne Filter und mit dem 20mm Nagler M6 (Butterfly Cluster) und OC M7 ins Visier genommen. Einfach so, ohne Karte. Wow! Die Nacht wird grandios werden.

Komet C/2006 W3 (Christensen):
Abwartend auf die vollständige Dunkelheit habe ich mich auf die Suche des Kometen C/2006 W3 Christensen gemacht. Nach ausgiebigen Konsultationen der beigebrachten Karten, war der Komet mit dem 20mm Okular auch recht einfach gefunden. Eingebettet in einem Sternenmeer war der Komet eindeutig sichtbar. Ein richtig helles bürschen! Wow, mein zweiter Komet nach Lulin.

Ab jetzt nahm die Tragödie seinen Lauf, aus Südwesten schoben sich immer mehr Wolken rein, im Süden waren die Sternbilder Schütze und Skorpion  schon vollständig weg, nur noch Cassiopeia im nordosten war frei. Also  noch den Andromedanebel M31 beobachtet. Keine echte Wucht, da noch recht nahe des lichtverschmutzten Horizonts. Alle beide Begleitgalaxien M101 und M32 waren eindeutig zu sehen. Zu M33, Triangulum Galaxie kam es nicht mehr, da nun der Himmel komplett dicht war. Ich habe noch bis kurz vor eins am Beobachtungsplatz verharrt, aber nichts ging mehr. Jupiter blitze zwar ein paar mal durch die Wolken auf, aber das war es wohl gewesen. Etwas frustriert war ich dann um halb zwei daheim. Immerhin konnte ich den Komet Christensen sehen.

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