Bericht vom 17.06.2009

Mittwoch 17.06.2009

Beobachtungsort: Bad Aibling, Oberbayern
Zeitraum: Mittwoch 17.06.2009, Uhrzeit 23.00 bis ca. 0:00 Uhr
Bedingungen: clear sky bis ca. 0:00
Instrument: Fernglas 10x50
Sternkarte: Deep-Sky Reiseatlas, 2. Auflage (Blatt 21 und 22)

Objekte: M13, eps. Lyra, M10, M12, M107, IC4656, M11
Nachdem eine geplante Beobachtungsnacht wg. nahenden Wolkenfront kurzfristig abgeblasen wurde, konnte ich es nicht lassen kurz vor 23 Uhr im heimischen Garten mit dem Fernglas (FG) den Sternhimmel zu durchmustern.

Eröffnung gab ein Iridiumflare, pünktlich um 23:01 Uhr tauchte der Satellit recht auffällig im süden auf . Der Satellit flog an Arktur (Bootes) vorbei, erreichte kurz danach seine hellste Helligkeit, flog anschließend Richtung Großen Wagen, um dann endgültig zu verschwinden.

Kurz danach mit Genickstarre Kugelsternhaufen (KS) M13 aufgesucht, leider noch ein bisschen flau, wird aber mit fortschreitender Dunkelheit noch besser, das weiss ich. Gegen 23:30 einen Blick zu Sternbild Leier (LYR), Doppelstern (DS) eps Lyra leicht im FG zu trennen, Ringnebel auch schön zu sehen. Erneuter schwenk Richtung M13 im HER, mittlerweile auch als helles Objekt im FG auffällig.

Danach ging es weiter im Sternbild Schlangenträger (OPH), hier die KS M10 und M12  nah beinander schnell gefunden. Nicht so schön hell wie M13, aber immerhin etwas, trotz Lichtglocke und zwei Straßenlaterne in ca. 20 Meter Entfernung. KS M14 erweist sich als etwas zäher, ich finde ihn nicht.

KS M107 lässt sich finden, aber auch nur bestätigen, weil im FG in einem auffälliges Sternmuster eingebettet -ein Trapez. Ansonsten hätte ich M107 im FG glatt überflogen.

Der offene Sternhaufen (OC) IC4665 erweist sich stattdessen als ein dankbares Objekt für das FG. Im FG eine echte Wucht. Interessanterweise ist der OC mit bloßen Auge für mich nicht direkt sehbar, obwohl im DSRA mit mag 4,2 beschrieben. 5,0 sind aus dem Garten allemal mind. drin.

Die Mühe „Barnards Pfeilstern“(mag 9,5) aufzusuchen tue ich mir nicht an…

Danach ein kurzes schwenk zum Adler, M11 im Visier,  sehr leicht und auffällig, bereits mit bloßen Auge als Nebel sichtbar. Im FG ist von „Wild Ducks“ m.E. dort nichts zu sehen…aber viele schöne dicht gedrängte Sterne.

Andere Objekte wie M26, M16 ecc. lassen sich mit dem FG aus der Ecke nicht raus kitzeln, da ich direkt über die Straßenlaterne „lunzen“ muss.

Es ist 0:00 Uhr und erste dichtere Zirren  vom norden her bedecken den Himmel, schade da wäre noch einiges gegangen.

Letztendlich war die Entscheidung doch „dahoam“ zu bleiben nicht verkehrt und …“a bissl woas gähd imma“.

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